Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Leonberg am 20.05.2021

Der Höfinger Heimat- und Kulturverein bietet – zusammen mit der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg – eine Begehung der KZ-Gedenkstätte an.

Sonntag, 20. Juni 2021, um 14.30 Uhr.

Treffpunkt ist in Leonberg direkt vor der Gedenkstätte am alten Autobahntunnel. Einfach die Seestraße bis zum Ende durchfahren. Wenn’s nicht mehr weitergeht – parken. Sie werden empfangen.

Vorgesehen sind ca. 1,5 bis max. 2 Stunden. Je nach Interessenslagen kann verlängert oder verkürzt werden.

Die Begehung ist kostenlos.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, melden Sie sich bitte bis 13.06. an bei:

Joachim Schütz, Tel.: 07152 22278,    E-Mail: jo.e.schuetz@t-online.de

Sollte man auch den dunklen Seiten der Leonberger Geschichte Zeit und Aufmerksamkeit widmen? Wir denken ja, denn nur durch das Nicht-Vergessen der Schrecken des 3.Reiches lässt sich ein Bollwerk gegen die politische Bewegung nach rechts, zu Nationalismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Demokratiefeindlichkeit aufbauen.

Das KZ vor der Haustüre

In Leonberg an der Seestraße gab es von Frühjahr 1944 bis April 1945 ein Konzentrationslager, eingerichtet für die Fa. Messerschmitt. Im alten Leonberger Autobahntunnel mussten KZ-Häftlinge die Tragflächen für den Düsenjäger Me 262 produzieren: Gelitten haben sie alle, im Lager gestorben sind 389 – und viele hundert mehr, die arbeitsunfähig in Sterbelager verschickt wurden oder auf den Todesmärschen 1945 elend verreckt sind. Heute gibt es am und im Tunnel eine KZ-Gedenkstätte, und eine Ausstellung informiert über Arbeit, Leben und Sterben der 5.000 Männer.

Die Besuchergruppe wird von Joachim Schütz geführt, Mitglied der KZ-Gedenkstätteninitiative. Sie werden erfahren, wo und wie die Häftlinge hausten, wie sie zur ihrer „Arbeitsstätte“ getrieben wurden. Wie Sie hungerten, wie sie bis zur Erschöpfung malochten, wie die Seuchen sie dahinrafften.

Auf dem „Weg der Erinnerung“ gehen wir am Ende der Führung zum Friedhof Seestraße, um hier am KZ-Gräberfeld der Opfer zu gedenken und uns hier Gedanken zu machen über unser Europa, an dem Ewiggestrige zerren und reißen.

(Übrigens: Weitere Veranstaltungen dieser Art können über die Homepage der KZ-Initiative direkt gebucht werden. www.kz-gedenkstaette-leonberg.de

Höfinger „Gruagbank“ im Herdweg gerettet!

Höfinger „Gruagbank“ im Herdweg gerettet!

„Was wurde da gerettet?“, fragt sich vielleicht ein Zugezogener, „etwa eine Bank für Krüge?“. Dem ist aber ganz und gar nicht so.

Diese steinernen Bänke erinnern daran, wie vom 16. bis zum 19. Jahrhundert Lasten von Menschen befördert wurden. Die Boten – der „Bott“ oder die „Botte“ – trugen sie in Körben auf dem Kopf oder dem Rücken von Ort zu Ort. Sie mussten gut zu Fuß sein und stramm laufen, sodass ihre Tätigkeit sogar sprichwörtlich wurde: „Der lauft wia a Bott“ galt für jemanden, der flink unterwegs war. Damit für eine nötige Ruhepause die Last problemlos ab- und wieder aufgenommen werden konnte, wurden an geeigneten Punkten der Verbindungswege „Gruagbänke“, also Bänke zum Ausruhen aufgestellt. In der Regel bestand die „Gruagbank“ aus einer steinernen höheren Lastenablage in Kopf- oder Schulterhöhe und einem niedrigeren Teil in Sitzhöhe. Die Sitzbänke wurden oft auch aus Holz gefertigt, solche sind dann im Lauf der Zeit zerfallen und verschwunden.

So können wir nun oft, wie im Höfinger Herdweg und an der Hirschlander Straße unterhalb des Ortsausgangs, nur noch die steinernen Überreste sehen. Diese „Gruagstätten“, materielle Zeugen unserer Kulturgeschichte, stehen unter Denkmalschutz. Die in Höfingen an den genannten Stellen sichtbaren Exemplare zeigen ihre ursprüngliche Funktion nur undeutlich. Während an der Hirschlander Straße wohl nur die Sitzbank einer größeren „Gruagstatt“ erhalten ist, könnte das im Herdweg eingefallene und wieder aufgerichtete Ensemble die Lastenablage darstellen. Die Wiedererrichtung zeigt aber vermutlich nicht die ursprünglichen Verhältnisse: Die Höhe der Steinplatte ist für eine Bank entschieden zu hoch, für die Lastenablage aber etwas zu niedrig.

Georg Siegert vom Höfinger Heimat- und Kulturverein entdeckte schon vor einiger Zeit, dass die „Gruagbank“ im Herdweg zusammengebrochen war. Bereits vor etwa 30 Jahren wurde unter seiner Leitung die Ortshistorische Karte Höfingen vom damaligen Heimatverein Höfingen erstellt, und die dort verzeichneten historischen Gebäude und Denkmäler wurden mit Schildern,  die eine kurze Beschreibung der Objekte enthalten, versehen. Aus dieser Verantwortung heraus wandte er sich an die Stadtverwaltung, um die zusammengebrochene „Gruagbank“ im Herdweg wieder aufrichten zu lassen. Nach mehreren Anläufen und mit hartnäckiger Unterstützung durch Gisela Jänchen, konnte so gemeinsam die Rettung der „Gruagbank“ für die Nachwelt erreicht werden.

Höfinger Heimat- und Kulturverein
Barbara Scheyhing  07152/27989

ABGESAGT! Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum) Stuttgart, Führung am 21.03.2020

!ABGESAGT!

Besichtigung mit Führung im Schloss Rosenstein (Naturkundemuseum) Stuttgart
am Samstag, 21.03.2020

Natur begegnet Kultur
Wir laden Sie zu einer Führung der biologischen Ausstellung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart in das mitten im Park gelegene Schloss Rosenstein ein.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf ganz unterschiedlich gestaltete Bereiche:

  • Evolution: Wie wird die Geschichte des Lebens entschlüsselt? Antworten dazu rund um den imposanten Afrikanischen Elefanten.
  • Vielfalt des Lebens: die Ordnung des Lebendigen: Sie erhalten einen Überblick über die wichtigsten Pflanzen- und Tiergruppen von der Alge bis zum Menschen.
  • Heimische Lebensräume: Ein „begehbares Bestimmungsbuch“, in dem Sie die Tierwelt Südwestdeutschlands kennen lernen.
  • Säugetiere des Meeres: Wale, Robben und Sirenen rund um den beeindruckenden 13 Meter langen Seiwal.
  • Lebensräume der Erde: Fünf aufwendig inszenierte Säle, eine Reise durch die großen Landschaftszonen der Erde von den tropischen Regenwäldern bis in die Eiswüsten der Polargebiete.

Zusätzlich bietet der Nachmittag die Gelegenheit, die Große Sonderausstellung „RIESIG im Meer“ zu besichtigen.

Treffpunkt 13:45 Uhr, Haupteingang am Schloss Rosenstein
Kosten: 12 €, Verbindliche Anmeldung bis 13.03.20 bei Georg Siegert, Tel. 07152-3353881

Lage: Im Rosensteinpark oberhalb des zoologischen Gartens Wilhelma.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Straßenbahnlinie U1, U2, U11, U14: Halt „Mineralbäder/Naturkundemuseum“
Anfahrt mit dem Auto: Parkhaus Wilhelma, 70376 Stuttgart

Grenzstein-Wanderung um Höfingen am 07.03.2020

Grenzstein-Wanderung um Höfingen
am Samstag, den 07. März 2020 mit Dr. Jost Wendler.

Unterwegs auf der Gemarkungsgrenze.

Wegstrecke: ca. 9 km auf zum Teil unbefestigten Wegen.

Gehzeit: 2,5 – 3 Std.

Empfohlen wird gutes Schuhwerk und eventuell Regenschutz.

 

Treffpunkt: Parkplatz Höfinger Bädle, 8:30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kosten entstehen keine.

Wollspinnen – Tag der offenen Tür am 11.01.2020

Am Samstag, 11.01.2020 von 12 bis 17 Uhr veranstaltet die Wollspinngruppe des Höfinger Heimat- und Kulturvereins einen Tag der offenen Tür im Alten Rathaus von Höfingen.
Kommen Sie an diesem Tag vorbei und schauen Sie uns über die Schulter. Sie möchten es gerne selbst versuchen? Kein Problem wir helfen Ihnen dabei.

Das Spinnen von Wolle ist eine der ältesten Handwerkstechniken in der Menschheitsgeschichte. Heute erfreut es sich wieder zunehmender Beliebtheit, denn die Tätigkeit hat in ruhiger Umgebung meditativen Charakter. In der Gruppe lassen sich dagegen in unterhaltsamer Atmosphäre – wie in den Spinnstuben früherer Zeit – Erfahrungen und Tipps austauschen.

Im Höfinger Heimat- und Kulturverein trifft sich eine Gruppe von Frauen aller Altersgruppen regelmäßig jeden 2. Samstag im Monat von 12 bis 17 Uhr, um gemeinsam Wolle zu verspinnen und daraus Jacken, Schals, Handschuhe, Socken oder Stulpen zu stricken. Einzelne Mitglieder häkeln auch Entrelacdecken. Bei mitgebrachtem Essen tauschen die Mitglieder Tipps aus und teilen ihr Wissen gerne auch mit Neueinsteigern.

Ergänzend veranstaltet die Spinngruppe an weiteren Tagen Filz- und Färbekurse, macht Exkursionen zu Schaf- und Alpakahaltern oder zur Schafschur in der näheren Umgebung.

Veranstaltungsort: Altes Rathaus, Pforzheimer Str. 11, 71229 Leonberg-Höfingen

Kontakt: Elke Rommel  07152/29139

Eintritt frei.

Legendäre Meisterwerke Führung im Landesmuseum am 30.11.2019

Führung im Landesmuseum Stuttgart, Altes Schloss am 30.11.2019 13:45 Uhr

Die „Legendären Meisterwerke“ sind ein spannender Rundgang durch 240.000 Jahre Entwicklungs- und Kulturgeschichte Württembergs. Er wurde erst vor wenigen Jahren anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Museums neu konzipiert. Der Rundgang beginnt mit der Entstehung von Kunst und Musik, repräsentiert durch eiszeitliche Objekte der Schwäbischen Alb., wie z.B. dem abgebildeten Löwenköpfchen aus dem Vogelherd.

Der Bogen spannt sich mit weiteren Meisterwerken der Metallzeiten (Bild: Keltischer Ring aus Trichtingen) über römische und alemannische Funde bis ins hohe und späte Mittelalter (Bild: Flügelretabel (Altaraufsatz) aus Talheim).

Ein ausführlicher Teil des Rundgangs ist der Entwicklungs-geschichte der Württemberger vom Mittelalter bis zum ausgehenden Königreich gewidmet (Bild: Skulptur Herzog Karl Eugen).

Aber auch württembergische Industrieentwicklung und Kunstgewerbe, insbesondere des 19. Jahrhunderts, runden das facettenreiche Entwicklungsbild unserer Region ab.

 Treffpunkt um 13:45 Uhr an der Kasse im Schloss Innenhof.

Eintritt und Führung 12 €. Verbindliche Anmeldung bis 23.11.2019 bei Georg Siegert, Tel. 07152-3353881

Literaturspaziergang – Geliebte Großfürstinnen in Stuttgart am 21.09.2019

Literaturspaziergang – Geliebte Großfürstinnen am Samstag, 21.09.2019, 15 Uhr

Auf den Spuren von Petra Durst-Bennings Romanen

Der Heimat- und Kulturverein Höfingen lädt zu einem samstäglichen literarischen Spaziergang in Stuttgart ein.

Er ist auch für nicht so flinke Läufer geeignet, da er sich im Radius des Schlossplatzes bewegt. Vom Treffpunkt I-Punkt in der Unteren Königstraße geht es zum Schlossplatz, dann zum Katharinen Gymnasium, weiter zur Bolzstraße, wo einst der Bahnhof mit der Dampfeisenbahn war. Wir machen Halt am Haus Cotta in der Fußgängerzone und biegen dann ab zur Stiftskirche. Nach einem Stopp auf dem Schillerplatz beim Alten Waisenhaus, wo sich heute das Amadeus befindet, ist die letzte Station der Akademiegarten.

Auf dem Spaziergang folgen wir den Spuren, die Petra Durst-Benning in den Romanen „Die Zuckerbäckerin“, „Die Zarentochter“ und „Die russische Prinzessin“ legte.

Vom St. Petersburger Zarenhof in die Stuttgarter Residenz – die Großfürstinnen Katharina, Olga und Wera gingen diesen nicht immer einfachen Weg.

Das Leben von Zarenkinder war oft schwierig, obwohl sie frei von existenziellen Sorgen, sozusagen im goldenen Käfig aufwuchsen. Anstatt wie andere ihre Altersgenossen mal ungezwungen und wild durch Wohnung und Garten zu tollen, wurden sie meist dazu angehalten, fleißig zu lernen und sich entsprechend ihrer außergewöhnlichen sozialen Stellung zu benehmen. Zudem wurden Zarenkinder ständig von Lehrern, Erziehern und Gouvernanten beaufsichtigt, so dass ein – wenn auch nur kurzweiliges – Ausbüchsen aus ihrer wohl behüteten Welt kaum möglich war.

Dorothea Baltzer, Schauspielerin & Sprecherin, wird auf dem Weg einfühlsam begleiten.

Treffpunkt: Untere Königstraße 1A vor dem I-Punkt um 15:00, Dauer ca. 2 Std.

Kosten 13 €.

Verbindliche Anmeldung bis 14.09.2019 bei Georg Siegert, Tel. 07152-3353881

Mit dem Bus ins sagenumwobene Stauferland am 13.07.2019

Mit dem Bus ins sagenumwobene Stauferland am Samstag, den 13.07.2019

Der Heimat- und Kulturverein Höfingen lädt zu einer samstäglichen Busausfahrt am 13.07.2019 zu verschiedenen Stätten mit kulturellem Bezug zur Stauferzeit ein.

Mit einem gemütlichen kleinen Reisebus fahren wir mit 19 an Kultur und Geschichte Interessierten zunächst zum Wäscherschloss, der Wiege des Königs- und Kaisergeschlechts der Staufer und erhalten dort eine historische Führung.

Die zweite Station ist der Hohenstaufen, Stammburg der Hohenstaufer. Wir besuchen das Informationszentrum und machen einen Spaziergang hinauf zur Burgruine.

Weiter geht es zur Klosterkirche Lorch, einer alten Benediktiner Abtei, gegründet im 12. Jahrhundert. Hier erhalten wir eine weitere Führung und besuchen die Grablege der Staufer.

Während der freien Zeit im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ein Mittagessen einzunehmen und Kaffee zu trinken.

Das letzte Highlight dieses interessanten Tages ist der Besuch der Staufer Falknerei. Die Zucht der imposanten Greifvögel wird dort seit 1000 Jahren betrieben. Die Falkner geben uns bei einer Flugvorführung Einblicke in die Fähigkeiten dieser beeindruckenden Spezies.

Busabfahrt 7:45 Uhr am Alten Rathaus Höfingen

Kosten 39 €.

Verbindliche Anmeldung bis 01.07.2019 bei Georg Siegert, Tel. 07152-3353881

Geologische Wanderung zum Steinbruch Rombold-Gfröhrer am 29.06.2019

Geologische Wanderung zum Steinbruch Rombold-Gfröhrer mit Betriebsbesichtigung

am  Samstag, den 29. Juni 2019

Dr. Jost Wendler lädt ein zu einer Wanderung zum Steinbruch Hirschlanden mit Betriebsbesichtigung.

Treffpunkt ist um 8:30 Uhr am Alten Friedhof Höfingen, Haupteingang. Geplant ist eine geologische Wanderung zum Steinbruch und dort erhalten die Teilnehmer ab 10 Uhr eine ca. 2-stündige Führung durch den Betrieb.

Wir besuchen Aufschlüsse im Oberen Muschelkalk / Unterkeuper und erhalten Informationen aus erster Hand über einen Betrieb in unmittelbarer Nachbarschaft von Höfingen. Die Rückkehr nach Höfingen erfolgt individuell gegen 13 Uhr.

Bitte bringen Sie gutes Schuhwerk, ggfls. Regenschutz und evtl. einen Hammer mit.

Wer nicht mitwandern möchte, kann sich gegen 10 Uhr am Nordtor des Betriebs an der Doppelschranke einfinden, um an der Betriebsbesichtigung teilzunehmen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Vorabinformation: http://www.rgbaustoffe.de